KNV Wohnraumlüftung

Warmwasserwärmepumpen

Effizienz aus der Raumulft

Der Warmwasserbedarf eines Haushalts hängt stark von der Anzahl und  Gewohnheiten der Bewohner ab. In etwa die Hälfte des Bedarfs wird für die körperliche Hygiene (Badewanne, Dusche) benötigt, ca. 1/4 für Küche und Wohnungsreinigung, der Rest für sonstigen Gebrauch. Der tägliche Warmwasserverbrauch einer Person liegt zwischen 10 und 120 l.

Früher spielte bei schlecht gedämmten Häusern der Warmwasserbedarf eine untergeordnete Rolle. Mit zunehmender Dämmung braucht die Raumheizung weniger Energie. Der Warmwasseranteil bleibt jedoch konstant. In Relation steigt somit sein Anteil am Gesamtenergiebedarf des Hauses. Dies macht oft schon 1/3 und mehr aus. Deshalb ist es wichtig, auf eine Effiziente Warmwasserbereitung zu achten. Die Warmwasserbereitung sollte idealerweise mit der Heizungswärmepumpe oder mit einer separaten Wärmepumpe für die Brauchwasseraufbereitung erfolgen und spielt daher in der Anlagenplanung eine wichtige Rolle.

Solaranlagen und Brauchwasser-Wärmepumpen

Solaranlagen alleine können einen großen Teil der Warmwasserbereitung übernehmen. Durch die Witterungsverhältnisse in Mitteleuropa sind das aber nur zwischen 50% und 65% des Warmwasserbedarfs, die gedeckt werden können. Ein zweites System ist also notwendig, wenn die Solaranlage bei langen Schlechtwetterperioden oder im Winter alleine nicht ausreicht. Häufig wird das Warmwasser dann über einen Elektroheizstab oder den Heizkessel bereitet - dies oft auch im Sommer. Der geringe Wirkungsgrad der Öl-, Gas- oder Pellets-Kessel in dieser Jahreszeit sorgt aber für einen hohen Energieverbrauch und zusätzliche Emissionen, wie Feinstaub und CO2, welche die Umwelt belasten. In diesem Fall ist eine Brauchwasser-Wärmepumpe die ideale Ergänzung, um die restliche Aufbringung des benötigten Warmwassers möglichst wirtschaftlich, umweltschonend und mit minimalen Emissionen sicherzustellen.